Schrauben und Prothesen selbst drucken?

Es klingt unfassbar, aber es ist dennoch möglich, und zwar mit einem speziellen 3D Drucker, welcher mittlerweile auch schon für den Heimgebrauch erworben werden kann und sich als enorm praktisch erweist. Wenn beim Zusammenbau eines teuren Schrankes eine Spezialschraube fehlt, dann war dies bislang sehr ärgerlich und zumeist mit viel Aufwand verbunden, denn in der Regel müssen fehlende Teile beim Hersteller nachbestellt werden. Mit Hilfe eines 3D Druckers können solche fehlenden Teile nun selbst gedruckt werden, und zwar aus Hartplastik.

Bislang wurden 3D Drucker fast ausschließlich in der Industrie eingesetzt, aber auch in der Medizin kommen sie immer öfter zum Einsatz, so dass in naher Zukunft sogar Knochen, Haut und Organe hergestellt werden können. Was die neuen Geräte tatsächlich können, wurde auf zahlreichen Messen in den vergangenen Monaten vorgestellt.

Interessierte Verbraucher müssen sich einen 3D Drucker jedoch nicht zwangsläufig selbst anschaffen, zumal die Anschaffung auch noch immer recht kostenintensiv ist, denn im Internet gibt es verschiedene Anbieter für den 3D Druck. Dies bedeutet, der Verbraucher designt mit speziellen Programmen, welche kostenfrei im Internet erhältlich sind, sein gewünschtes Objekt, schickt das fertige Design ein und bekommt nach wenigen Tagen sein gewünschtes 3D Objekt.

So funktioniert ein 3D Drucker

Die Entstehung des 3D Drucks liegt im Jahre 1986, denn der US-Amerikaner Charles Hull entwickelte die so genannte Stereolithografie. Bei diesem Verfahren bestrahlt ein Laser flüssigen Kunststoff, und zwar Punkt für Punkt. Anschließend härtet dieser Kunststoff aus und aus den unzähligen Punkten entsteht das gewünschte 3D Objekt. Für einen solchen Druck benötigt der Drucker allerdings viel Zeit, denn die einzelnen Schichten für ein solches Objekt müssen nach und nach gedruckt werden und zwischendurch müssen die einzelnen Kunststoffschichten immer wieder aushärten.

Experten arbeiten mittlerweile mit Hochdruck an weiteren Prototypen, welche das Objekt nicht mehr aufbauen, sondern ausschneiden. Dies bedeutet, dass das gewünschte Objekt mit Hilfe eines Lasers aus einem Materialblock freigelegt wird. Auf diese Weise können auch unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen, beispielsweise Metall, Glas, Kunststoff, Keramik oder Papier.

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